
Damit Sie eine Wahl haben!
Infos für Unterstützer/innen hier
Wer mehr von mir lesen will:
www.textfabrikant.at
Ich habe einiges gelesen in den letzten Jahren, über Ökonomie, Ökologie und Technologie, die drei großen Begriffe des 21. Jahrhunderts.
Dabei stieß ich auf ein Geldexperiment, das mir gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise als spannend und beachtenswert erscheint.
Das Freigeld von Wörgl.
Seither bin ich ein Anhänger der Freiwirtschaft im Gegensatz zur ökosozialen Marktwirtschaft der achtziger Jahre. Leider gibt es keine Partei in Österreich, die dieses Modell des Wirtschaftens verfolgt.
Marx hat auf die Probleme des Kapitalismus eine politische Antwort gefunden.
Es wird Zeit eine ökonomische Antwort auf die ökonomische und politische Krise zu finden.
Gerade Menschen und politische Gruppen, die sich nicht vom ökonomischen Mainstream und Losungen wie Geiz ist geil, mehr ist besser, big is beautiful leiten lassen, sollten sich mit Silvio Gesell beschäftigen, jenem deutsch-argentinischen Ökonomen, der sich mit neuen Formen des Wirtschaftens auseinandersetzte und auf den sich der Bürgermeister von Wörgl Michael Guggenberger bei seiner Einführung des Freigeldes berief.
Wir brauchen eine neue Ökonomie, denn eine neue Blase baut sich bereits auf, in den Rohstoffmärkten und in den Banken.
Der Dichter Ezra Pound hat dem sozialistischen Bürgermeister von Wörgl Michael Guggenberger ein Gedicht gewidmet. Ich will nur eine Zeile daraus zitieren, die sich darauf bezog, was geschah als die Bankchefs von dem Experiment erfuhren, da „bekam die Bankenmafia Europas das Fracksausen“.
Das wäre heute auch nicht anders.
Ein erfolgreiches Freigeldexperiment würde nicht nur die Banken, sondern auch die politischen Eliten, die eng mit diesen Banken, verbunden sind, auf den Plan rufen.
Was wir brauchen ist eine Partei, die sich bedingungslos einsetzt für neue Formen des Wirtschaftens, für Grundeinkommen und für eine gerechte Form der Umverteilung aller gesellschaftlicher Ressourcen (Rohstoffe), Möglichkeiten (Bildung) und Produkte (Handel).
Es wird Zeit mir darüber Gedanken zu machen, wie ich es mit Ihrer Hilfe schaffen kann, 6000 Menschen zu motivieren, auf das Gemeindeamt zu gehen, bei dem sie gemeldet sind, um für mich eine Unterstützungserklärung abzugeben.
Umgerechnet bedeutet dies:
100 Leute müßten 60 Leute animieren.
200 Leute müßten 30 Leute animieren.
300 Leute müßten 20 Leute animieren.
400 Leute müßten 15 Leute animieren.
500 Leute müßten 12 Leute animieren.
600 Leute müßten 10 Leute animieren.
Wer mich bei der Wahl wählen will, kann dies nur, wenn es gelingt 6000 Unterstützungserklärungen zu sammeln, mir zu senden, sodaß ich sie fristgerecht (30 Tage vor dem offiziellen Wahltermin, 17:00 Uhr) zur Wahlbehörde (in Wien) bringen kann.
Das ist viel und gleichzeitig wenig.
Die größte Hürde besteht darin, bereits vor dem Stichtag (60 Tage vor dem offiziellen Wahltermin), viele Menschen darauf vorzubereiten und zu motivieren, daß sie den Schritt aufs Gemeindeamt tun und unterschreiben.
Ich habe damit bereits vor sechs Wochen in meinem Umfeld begonnen.
Nach einer internen Zählung haben sich bisher ca. 500 Unterstützerinnen/Unterstützer bereit erklärt, diese Mühe auf sich zu nehmen.
Ich bitte Sie im Freundes-, Bekannten-, Verwandtenkreis herumzufragen, und bereits jetzt damit zu beginnen Menschen zu bitten, ebenfalls eine Unterschrift zu leisten.
Alle notwendigen Informationen über den Unterstützungsvorgang finden Sie ab Montag, dem 18.1.2010 hier auf diesem Weblog.
Für Ideen, wie es gelingen kann 6000 Menschen zu motivieren, eine halbe Stunde ihrer Zeit zu opfern, um diese Unterschirft zu leisten, bin ich zu haben.
Zwei mögliche Varianten finden Sie ab Montag, dem 18.1.2010 hier auf diesem Weblog.
Diskussionen über neue Formen des Wirtschaftens und Arbeitens werden zusehends auch in den Medien aufgegriffen. Es ist längst nicht mehr nur ein Nischenthema von alternativen und linken Organisationen.
Mit Verzögerung beginnt die sozialpolitische Diskussion der letzten Jahre um Neues Geld, neue Arbeitsformen und soziale Absicherung der Armutsgefährdeten auch in Österreich in die breitere Öffentlichkeit durchzudringen.
Das ist gut so.
Hier ein Beispiele: Format Online titelt
Systemwechsel. Wie wir unseren Lebensstandard ohne Wachstum halten können
Als ich von meiner arbeitsmarktpolitischen Maßnahme nach Hause kam und dachte, das kann noch ein ganz netter Tag werden, habe ich das Radio eingeschaltet: Mittagsjournal.
Und schon war mir der weitere Tag verdorben.
Immer, wenn ich denke, es kann nicht mehr schlimmer kommen, setzt irgendjemand in Österreich noch eins oben drauf.
Heute war es H.C.Strache.
Er dachte in einem Interview laut über elektronische Fußfessel für Asylwerber nach, um nachvollziehen zu können, wo sich jede/jeder von ihnen aufhält. Ein ausgesprochenes Täterinnen/Täterprofl, daß der Chef der FPÖ hier für Hilfesuchende entwickelt.
Das wird wieder einen tollen Eindruck in der Welt machen, wenn der Chef jener Partei, die im selben Interview eine Kandidatur für die Bundespräsidentschaft ankündigt, mit elektronischen Fußfesseln für Asylwerberinnen/werbern droht.
Menschen mit haftähnlichen Aufenthaltszwängen und elektronischen Überwachungsbändern zu begegnen, wenn sie auf der Flucht unser Land erreichen, wird sie nur an ihre Herkunftsländer erinnern, aus denen sie vor Folter, Unterdrückung und wirtschaftlicher Not geflüchtet sind. Mit solchen Methoden setzen wir die von ihnen zu Hause erlebte Kriminalisierung und Demütigung nahtlos fort.
Was ist aus der guten, alten Unschuldsvermutung geworden, auf die wir in unserer Gesellschaft immer so stolz waren? Sie ist im Krieg gegen den Terror, auf den Schlachtfeldern von Afghanistan und dem Irak in Rauch aufgegangen.
Heute ist jede und jeder potentiell schuldig.
Und wer sich auf die Unschuldsvermutung beruft, macht sich ohnehin verdächtig, hat sicher was zu verbergen.
Willkommen in Europa.
Willkommen in Österreich.
Sind sie auf der Flucht, dann lassen sie alle Hoffnung auf Freiheit fahren.
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