Politik

BP3  Politik
   ist die Notwendigkeit,
   das Undenkbare denkbar zu machen
   und das Denkbare zu verwirklichen.

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Ich wurde gebeten, eine Art Navigation durch den Dschungel meiner Texte bereitzustellen. Ich komme diesem Wunsch hiermit nach. Hier geht es zur Navigationsseite.

Fragen

Sehr geehrter Herr Bahr,

wir bereiten gerade eine Story für NEWS.at über alle Kandidaten für die kommende Bundespräsidentenwahl vor. Es würde uns sehr freuen, wenn Sie uns dazu ein paar Fragen, so prägnant als möglich, beantworten könnten.

Für die Beantwortung der Fragen bis nächsten Montag möchten wir uns bereits im Voraus bei Ihnen bedanken. Bitte beachten Sie, dass diese ggf. sinngetreu gekürzt werden könnten.

Mit freundlichen Grüßen,

Jörg Tschürtz

 

 

NEWS: Was zeichnet Sie aus?

Bahr: Ich bin aufrichtig, direkt und glaubwürdig.

 

NEWS: Ist das NS-Verbotsgesetz eine Beschränkung der Meinungsfreiheit?

Bahr: Nein.

 

NEWS: Angenommen, der Dalai Lama kündigt seinen Besuch an, China protestiert vehement dagegen. Wie reagieren Sie?

Bahr: Ich empfange ihn und lade ihn auf einen Plausch über Religion und Politik ins Cafe Eiles ein.

 

NEWS: Angenommen, US-Präsident Obama kommt zu Besuch. Welches Begrüßungsgeschenk würde er von Ihnen bekommen?

Bahr: Eine Ausgabe des Buches des österreichischen Philosophen Günther Anders: „Visit beautiful Vietnam“.

 

NEWS: Ein guter Tag beginnt mit …

der Nachricht: die Bundesregierung hat das bedingungslose Grundeinkommen beschlossen.

 

NEWS: Benötigt Österreich überhaupt einen Bundespräsidenten? Wenn ja, wofür?

Bahr: Ich denke, daß das Amt des Bundespräsidenten im Zuge der Verwaltungsreform abgeschafft werden sollte. Solange dieses Amt jedoch existiert, sollten sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger darum bewerben. Der Bundespräsident sollte das sozialpolitische Gewissen der Nation sein. Diskussionen führen, wo die Tagespolitik versagt.

 

NEWS: Wenn Heinz Fischer und Barbara Rosenkranz zur Auswahl stehen, wählen Sie …, weil …

Bahr: Keinen von beiden, weil Heinz Fischer als führender Sozialdemokrat der letzten dreißig Jahre für das derzeitige politische Versagen mitverantwortlich und Barbara Rosenkranz mit ihrer Einstellung zu gesellschaftlichen Fragen inakzeptabel ist..

 

NEWS: Werden Sie 6.000 Unterstützungserklärungen schaffen? Was passiert, wenn nicht?

Bahr: Die 6000er Hürde ist schwer zu knacken. Das Rennen ist offen.

Wenn nicht werde ich die Menschen, die nicht Rosenkranz oder Fischer wählen wollen, bitten, meinen Namen oder den Namen der Kandidaten, die es nicht geschafft haben, auf den Stimmzettel zu schreiben, damit die ungültigen Stimmen signifikant in die Höhe getrieben werden und klar gemacht wird, daß diese Wahl Teil eines politischen Systems ist, das nicht mehr länger hinnehmbar ist. Darüber hinaus wird es weitere politische Aktionen geben.

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An alle die meine Kandidatur in Wien unterstützen wollen.

Habe heute mit der Wahlbehörde gesprochen und folgendes herausgefunden.
In Wien gibt es eine besondere Hürde für die Kandidaten:

Alle Menschen können auf ihren Bezirksämtern unterschreiben.
Der obere Teil wird durch Ausweisvorlage bestätigt.
Der untere Teil wird nur dann bestätigt, wenn der dortige Beamte|die dortige Beamtin einen Zugang zum Computer hat und so die Wählerevidenz abfragen kann. Ansonsten ist die MA 62 zuständig.

Möglich ist natürlich auch, für die, die in der Nähe der Lerchenfelderstraße wohnen, gleich zur MA 62 zu gehen und dort zu unterschreiben.
Bei der MA 62 bestätigen Sie die Identität und die Meldung in der Wähler/innenevidenz.


Ich bitte Sie sich davon nicht abschrecken zu lassen.
Den zweiten Schritt (MA 62) kann ich für Sie übernehmen.
Senden Sie mir in jedem Fall, auch wenn nur der obere Teil ausgefüllt wurde, die Unterstützungserklärung zu.

Für Fragen stehe ich Ihnen jederzeit unter
bahrforpresident@aon.at oder 0660 122 53 89 zur Verfügung.

Der Kontakt der zuständigen Behörde in Wien:

MA 62
Lerchenfelder Straße 4
1080 Wien
Homepage http://www.wien.gv.at/verwaltung/ma62/
E-Mail
post@ma62.wien.gv.at
Telefon +43 1 4000 89424
Fax +43 1 4000 9989424

Ich danke alle Wienerinnen und Wienern, die sich dieser Mühsal unterziehen, um mich zu unterstützen.
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Robert Reischer hat mir in einem Kommentar zum Grundeinkommen folgende Frage gestellt:


Da es für ein bedingungsloses Grundeinkommen sehr verschiedene Ansätze der Finanzierung gibt,von denen jedoch die verbleibenden Aufgaben des Sozialstaates - Bildung, Gesundheit, Altersvorsorge, Wohnbau....
abhängen, würde ich gerne mehr wissen über Ihre Positionen dazu, bevor ich mich für eine Unterstützung entscheiden kann.

Robert Reischer

 

Meine Antwort

 

Lieber Robert Reischer!

 

Ich würde eine möglichst einfache Variante vorschlagen.

Jede/r bekommt vom Staat 1000-1200 € ab dem fünfzehnten Lebensjahr. 500 € pro Kind (1-15). Wer über diesen Betrag hinaus arbeitet und Geld verdient, soll dies zusammen versteuern. Das bedeutet, wer für 500 € arbeiten geht, versteuert 1700 €. Wir könnten so wie bisher 1100 € lohnsteuerfrei stellen und dann progressiv besteuern. Gleichzeitig werden die Maschinen, die Menschen freisetzen und Mehrwert erwirtschaften besteuert und sozialversicherungspflichtig gemacht.

 

Wie die staatsrelevanten Ausgaben finanziert werden sollen?

Die beamteten Transfersysteme werden gestrichen (Pensionsversicherungsanstalt, Arbeitsmarkverwaltung, Krankenversicherungsanstalten), die enorme Unsummen verschlingen in ihrer Erhaltung und Umverteilungsstrategie. Die Beamten werden über das bedingungslose Grundeinkommen abgesichert.
Wer krank ist, wird versorgt, auch bei einem bedingungslosen Grundeinkommen
(Ich bin überzeugt, daß die Menschen seltener krank werden, daher wenig Ökonomie verbraucht wird, um Menschen gesund zu halten.)

Wer sich bilden will, soll dies tun. Es gibt ja dann genug Menschen, die ihr know how teilen können, ohne dafür Geld verlangen zu müssen, sie sind ja über das bedingungslose Grundeinkommen abgesichert.

 

Alle Projekte, die der Staat umzusetzen hat, würde ich aus folgender Umverteilung finanzieren: Gehälter werden bei maximal 5000 € im Monat netto beschränkt. Alles was darüber hinausgeht, halte ich für unmoralisch in einer Gesellschaft, in der 500.000 Menschen an der Armutsgrenze leben.

 

Bedingungsloses Grundeinkommen bedeutet auch, daß wir eine vollkommen andere Arbeitsgesellschaft erleben werden. Die Menschen hätten plötzlich Zeit anderen bei ihren Bauvorhaben zu helfen, sie könnten sich an freiwilligen Leistungen beteiligen, wo sie an kommunalen Projekten mitarbeiten.

 

Ich bin nicht der sozialdarwinistischen oder calvinistischen Auffassung, daß der Mensch grundsätzlich faul sei. Ich denke, daß der Mensch nicht geboren wurde lohnabhängig sein Leben zu fristen, während sich andere satt fressen.

 

Es wäre durchaus denkbar, daß Menschen sich an Gemeinschaftsprojekten beteiligen, wie dem Bau von Biogasanlagen oder Fotovoltaikanlagen und dann aus dem daraus produzierten Strom bezahlt werden. Das selbe gilt für die Deckung des Nahrungsmittelbedarfs. Wir könnten gemeinschaftliche Ackerwirtschaft durchsetzen, und darus die Menschen ernähren.

Die kommunalen Verwaltungen müssen gestärkt werden und ihre Abhängigkeit von globalen Märkten zurückgedrängt werden. Das setzt aber eine echte Demokratiereformbewegung voraus. Nur demokratisch organisierte Gemeinden, die nicht in den Händen von Parteien sind, werden langfristig überleben können.

 

Ich denke, wir brauchen geld-, energie- und  nahrungsmittelautarke Gemeinden und Regionen. Alles andere wird langfristig zu immer neuen Krisen und zu weiterer Verarmung der Bevölkerung führen.

 

Grundsätzlich halte ich das bedingungslose Grundeinkommen nur für einen Baustein einer neuen Wirtschaft. Neue Geldformen, neue Konsumformen und vieles andere gehören dazu. Grundsätzlich brauchen wir aber ein Umdenken.

 

Wir gewährleisten unseren heutigen Wohlstand durch ein einziges Prinzip: einem Wachstum, das wir durch Konsum herstellen.

Wir brauchen Wohlstand ohne Wachstum.

 

Wir alle sind aufgerufen, darüber nachzudenken, wie wir unseren Wohlstand sichern können, ohne weiter Menschen und Umwelt auszubeuten.

Vielleicht werden wir auf einen Teil der Überproduktion verzichten müssen, aber was wir gewinnen ist ein Stück mehr Arbeitsfreiheit und Lebenszeit.

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Von einem Leser meines Blogs wurde ich gefragt:

Wie stehen sie zur Türkei als EU-Mitglied? Wo sehen sie Probleme, welche Vorteile könnte es geben - und: wie soll sich Österreich verhalten? EU-Linie oder nicht?

 

Ich habe ein ambivalentes Verhältnis zu dieser Frage.

 

Einerseits gehört die Türkei historisch zum europäischen Erbe. Immer wieder wurden Annäherungs- und Kolonisierungsversuche von beiden Seiten gestartet. Mit mehr oder weniger Erfolg. Wenn ich mir Istanbul ansehe, dann denke ich, ist es eine sehr europäische Stadt.

 

Anderseits könnte ich natürlich den Kritikern eines Beitritts folgen und sagen, die Türkei ist demokratiepolitisch nicht reif, es ist ein muslimisch dominiertes Land usw.

 

Letztlich hängt die Frage Türkei-Beitritt ja oder nein für mich (der keine pathologische Angst vor anderen Kulturen, Religionen oder Menschengruppen hat), mit der viel grundsätzlicheren Frage zusammen, wie weit will sich die EU ausdehnen und welche Ziele sie womit verfolgt.

 

Will die EU weiter vor allem ein Wirtschaftsraum sein, dann macht der Beitritt der Türkei Sinn. Die Türkei ist schließlich das Tor in den Fernen Osten. In die Krisenregionen Irak, Afghanistan und Iran. Wollen wir mit diesen Ländern Handel treiben, brauchen wir die Türkei als Transitland, wenn wir uns nicht ausschließlich von Russland abhängig machen wollen. Als säkularisierte islamische Nation könnte sie eine Brückenfunktion und einen Brückenkopf in den Fernen Osten sein.

 

Ich selbst hätte letztlich kein Problem mit einem Beitritt der Türkei zur EU.

 

Was ich nicht ganz verstehe ist, warum alle in die EU wollen?

Ich weiß, es ist heute beinahe unvorstellbar, daß wir nicht mehr bei der EU wären.

Aber die Schweiz ist auch nicht dabei und auch nicht zugrunde gegangen.

Ich bin gegen die EU als reine Wirtschafts- und Verteidigungsunion.

 

Gesetzgebungskompetenz fließt nach und nach aus den Nationalstaaten ab.

Das kann manchmal nützlich, manchmal schädlich sein.

 

Was ich nicht nachvollziehen kann, ist, daß die EU (und damit auch Österreich) gegenüber dem Beitritt der Türkei herumlaviert. Ich bin der Meinung wir sollten klar Stellung beziehen.

 

Wollen wir den Beitritt, dann sollen die Verhandlungen geführt werden.

Wollen wir ihn nicht, dann sollten wir das auch sagen.

Aber Verhandlungen zu führen und gleichzeitig Signale zu senden, daß wir den Beitritt vielleicht am Ende gar nicht zulassen werden, ist nicht nur unfair, sondern auch politischer Opportunismus.

 

Ich weiß, daß das Folgende nicht populär ist, aber ich schreibe es trotzdem, weil ich meine, daß es ein Kernproblem der Union im gesamten und Österreichs im speziellen thematisiert: Die Frage der christlichen Wertegemeinschaft.

 

Wir in Europa sind mehrheitlich Christen. Macht uns das aber automatisch zu einer christlichen Wertegemeinschaft? Gehören alle, die nicht dem Christentum anhängen dann nicht dazu? Da wäre ich als Atheist durchaus auch ein Ausgeschlossener. Diese Union könnte dann niemals meine Union sein.

 

Wenn wir es mit der Religionsfreiheit ernst nehmen, muß sie für alle gelten.

 

Ich trete aus rechtsstaatlicher Sicht für eine strikte Trennung von Staat und Kirche eine. Religion und Kirchenzugehörigkeit sind Privatsache und vereinsrechtlich, organisationsrechtlich zu behandeln. Der Staat hat hier nur ein Regelwerk zu schaffen, unter welchen Bedingungen sich rekigiöse Vereinigungen oder Kirchen betätigen dürfen.

 

Sollte es überhaupt irgendeinen vernünftigen Grund geben, der Türkei den Beitritt zu verweigern, dann müßte er lauten: Klare Trennung von Staat und Kirche. Anerkennung der Religionsfreiheit. Anerkennung der von allen Nationen festgelegten rechtsstaatlichen Bestimmungen.

 

Das würde aber bedeuten, daß sich Österreich mal selbst an der Nase nehmen müßte und die Trennung von Staat und Kriche endlich einmal selbst vollziehen sollte.
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Damit Sie eine Wahl haben, wie vesprochen ein paar Informationen zur Kandidatur.

Es ist wichtig, daß ich 6000 Unterstützungserklärungen sammle.
Wie das funktioniert, finden Sie hier.

Zwei Ideen wie Sie andere dazu bringen können, es Ihnen gleich zu tun, finden Sie hier.
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Der Kandidat

  • Bundespräsident 2010
  • : Ich habe mir zum Ziel gesetzt für das Amt des Bundespräsidenten 2010 zu kandidieren. Hier erfahren Sie meine Beweggründe, meine Erfahrungen mit der Kandidatur, Medienberichte und vieles mehr.
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