Politik

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   ist die Notwendigkeit,
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Aus meiner Sicht, ist unser größtes gesellschaftliches Problem eine Wachstumsideologie, die besagt: nur wirtschaftliches und technologisches Wachstum sei in der Lage, unseren Wohlstand dauerhaft zu erhalten und zu sichern.

Ich will hier kurz erläutern, warum ich nicht dieser Meinung bin und warum bedingungsloses Grundeinkommen und Wachstumsideologien untrennbar miteinander verbunden sind.

 

Wachstum ist der Motor unserer derzeitigen Wirtschaftsordnung.

Das Wachstum, das uns heute Wohlstand bringt, wird vom Konsum aller Bürgerinnen und Bürger in den Industrienationen angetrieben, den billigen Arbeitskräften in den unterentwickelten Ländern und den Maschinen in hochtechnisierten Fabriken, die die von uns konsumierten und verbrauchten Waren herstellen.

Wachstum hängt also eng mit unseren Produktions- und Konsumverhältnissen zusammen. Nur noch wir als Konsumentinnen/Konsumenten haben es in der Hand die Gesellschaft zu verändern.

Das setzt aber voraus, daß wir den Akt des Konsumierens politisieren.

Über die Zukunft unserer Welt wird längst nicht mehr an den Wahlurnen abgestimmt (Politik ist der Hanswurst der Industrie), sondern in den Kaufhäusern, Supermärkten und an Internetportalen.

Jeder Kauf oder Nichtkauf beeinflußt das Wachstum mehr als irgendeine Wahl.

 

Darum brauchen wir das bedingungslose Grundeinkommen

Das bedingungslose Grundeinkommen zu fordern, wäre für mich in gleichem Maße die logische Konsequenz für Gegenerinnen/Gegner und Anhängerinnen/Anhänger der Wachstumsideologie.

 

Im Falle, daß wir das Wachstum beschleunigen wollen, sollten wir die Menschen nicht an der Armutsgrenze halten, sondern sie mit genügend Geld versorgen, um sie zum Konsumieren zu animieren. Sie sollen es doch ausgeben, einkaufen gehen, sich die Haare schneiden lassen, sich amüsieren. Das ist der sicherste Weg, den Kreislauf von Produktion und Konsum anzuheizen und auszudehnen. (Mindestsicherung und Hartz IV können dies bei steigender Arbeitslosigkeit und damit einhergehnder Armut nicht in gleicher Weise gewährleisten.)

Es geht eben längst nicht mehr darum, ob wir arbeiten und Leistung erbringen oder nicht, sondern ob wir konsumieren oder nicht.

 

Im Falle, daß wir das Wachstum verringern wollen, müssen wir den Menschen genug Geld in die Hand geben, damit sie sich nicht weiter in Fabriken und Geschäften herumtreiben, die Produkte herstellen oder verkaufen, die kein Mensch für das Überleben braucht.

 

Wer das bezahlen soll?

Ganz einfach: jene, die genügend Geld zur Verfügung haben.

Jene, die an den derzeitigen Produktions- und Konsumverhältnissen überproportional verdienen. Jene, die im Familieneinkommen über mehr als 5000 € netto verfügen. Ich denke da käme eine hübsche Summe zusammen. Und vor allem jene, die von der Arbeit der Maschinen profitieren, die jedes Jahr tausende von Menschen am Arbeitsmarkt freisetzen.

 

Maschinen sind moderne Lohnarbeitskräfte

Wir sollten beginnen Maschinen wie Lohnarbeiterinnen/Lohnarbeiter zu behandeln. Jede Maschine sollte lohnsteuer- und sozialversicherungspflichtig gemacht werden. So könnten wir das Heer der Menschen absichern, die durch die Automatisierung der Gesellschaft freigesetzt werden.

 

Ich fordere eine Politik, die nicht Sozialkosmetik betreibt, sondern die Geselllchaft radikal neu denkt, ohne sklavisch am Begriff der Lohnarbeit zu hängen. Nur so, davon bin ich zutiefst überzeugt, wird es uns gelingen unseren Wohlstand zu erhalten bei gleichzeitigem Verzicht auf Wachstumsraten jenseits der drei Prozent.

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Kommentare

Wer soll das bezahlen ? Die die fleißig sind und etwas aus ihrem Leben gemacht haben Und wer bekommts die ganzen Faulen die ohnehin nicht arbeiten wollen.

Ich kann diese Neiderei in Deutschland einfach nicht mehr ertragen. Warum sollen die Leistungsträger irgendwas an die Faulis zahlen ?

So ein Grundeinkommen wir doch eh nur den Absatz der Bier und Tabakindustrie ankurbeln. Wenn das Grundeinkommen kommt dann werde ich auswandern denn für sowas zahle ich keinen cent Steuern.

Es ist genug Arbeit mehr da, man muss nur Hartz4 um 50% kürzen, wenns nicht mehr für den Alkohol reicht werden sich die Faulpelze sehr schnell eine neue Arbeit suchen.
Kommentarnr1 gepostet von BWL Student am 10.01.2010 à 11h46
Endlich einmal ein Konzept der Solidarität und Menschlichkeit !!!
Kommentarnr2 gepostet von Land Tage am 11.01.2010 à 15h56
Lieber BWL Student,
so eine unüberlegte Aussage, kann ja nur ein schon "Priveligierter" machen!! Bist du schon mal in der Situation gewesen: 2 kleine Kinder, Alleinerzieherin! Ich muss flxibel sein als Arbeitskraft! Habe aber niemanden, der mir auf die beiden Kleinen schaut, während ich dem Brotverdienst nachgehen! Im Winter haben wir meist auch eine kleine Grippewelle, d.h. ich bin für 1 1/2 Wochen nicht dem Arbeitergeber verfügbar. 2 Wochen habe ich Pflegeurlaubsaanspruch! 5 Wochen habe ich Urlaub! Lieber BWL-Student, wie lange sind die Sommerferien, und die Semensterferien und die Osterferien und die Zwickeltrage!! Ich merke ich schreibe mich ein wenig in Rage, bei so einer dahingeschmissen Aussage! Komm! Hilf mir!!
Schau mal ein wenig über deinen Tellerrand!
Hilde
Kommentarnr3 gepostet von Hilde am 11.01.2010 à 20h17
@ BWL-Student

Ich habe den Eindruck, du lebst hinterm Mond.
Oder du liest einfach zu viel Bild-Zeitung.

Sperr mal die Augen und Ohren auf, was in unserem Land wirklich los ist, bzw. in den westlichen Industrieländern:

ES GIBT NICHT GENÜGEND ARBEITSPLÄTZE FÜR ALLE!

Das ist Fakt.
Unabhängig von irgend einer politischer Ideologie ist das so.
Unterhalt dich mit dem Personal von den Arbeitsämtern, die werden es dir bestätigen.
Und und frag mal nach der Missbrauchsrate von den sogenannten "Sozialschmarotzern".
Die ist verschwindend gering.

Nur was die Ursache(n) von hoher (bwz. steigender Arbeitslosigkeit) seit Jahrzehnten ist/ sind - da sind ist man sich uneinig.
Aber eines ist klar:
Die Arbeitslosen für die steigende Arbeitslosigkeit verantwortlich zu machen ist nicht nur falsch und ungerecht, sondern eine bodenlose Frechheit und ein Schlag ins Gesicht für die Betroffenen, die verzweifelt Arbeit suchen.
Und die Zahl der Arbeitssuchenden wird sich noch ehrhöhen.

In diesem Zusammenhag empfehle ich dir mal, "Das Ende der Arbeit" von Jeremy Rifkin oder "Einkommen für alle" von Götz Werner, oder lies mal den Artikel "Arbeitslosenbilder im Wandel" (siehe http://www.freipartei.de/Arbeitslosenbilder.pdf)

Vielleicht wachst du dann auf.

MfG
Kommentarnr4 gepostet von ForMoreDemocracy am 14.01.2010 à 14h38
Danke @formoredemocracy für die Antwort.
Es ist unfair und ungerecht die Debatte um gerechte Verteilung über eine Sozialschmarotzer Debatte zu führen. Der Mißbrauch verschwindend gering. Das Elend der Leute wird größer. Und sie haben zusehends Angst sich öffentlich zu zeigen.
Ich wurde von meinem Bürgermeister sogar gescholten dafür, daß ich mich als Arbeitsloser nicht verstecke, sondern mich selbstbewußt hinstelle udn sage, was kann ich denn dafür. Der Arbeitsmarkt gibt nicht für alle alles her.
Wir brauchen eine adäquate Absicherung für alle, keien Almosenpolitik.
Antwort von Raimund Bahr am 14.01.2010 à 19h33
Da es für ein bedingungsloses Grundeinkommen sehr verschiedene Ansätze der Finanzierung gibt,von denen jedoch die verbleibenden Aufgaben des Sozialstaates - Bildung, Gesundheit, Altersvorsorge, Wohnbau.... - abhängen, würde ich gerne mehr wissen über Ihre Positionen dazu, bevor ich mich mich zu einer Unterstützung entscheiden kann.
Robert Reischer
Kommentarnr5 gepostet von Robert Reischer am 19.02.2010 à 16h57

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  • Bundespräsident 2010
  • : Ich habe mir zum Ziel gesetzt für das Amt des Bundespräsidenten 2010 zu kandidieren. Hier erfahren Sie meine Beweggründe, meine Erfahrungen mit der Kandidatur, Medienberichte und vieles mehr.
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